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Francesco ist schon lange im Team

Francesco Santilli ist Senior von Dets Raceteam

Profis haben Zeit fĂŒr den Sport. Vielleicht leben sie sogar davon. Der Hobbysportler treibt seinen
Sport nebenher. Oft ist hier ein besonderes Zeitmanagement erforderlich und man muss Abstriche
machen. Doch auch unter uns befinden sich Ausnahmesportler. Einerseits bringen sie fast Leistungen
wie die Profis oder sie mĂŒssen ihren Alltag so stark beschneiden, dass sie ein Spagat zwischen dem
Sport und oft sehr anstrengendem Beruf schaffen.

Sportler aus unserer Mitte, Menschen, von denen wir nicht allzu viel wissen. Sie bieten teils eine
spannendere Geschichte als die Starsportler aus den Magazinen. Doch niemand wird je erfahren,
welche Leistungen sie erbringen. FĂŒr Hobbysportler ist Sport eine Freude, Spaß und gibt ihnen
BestÀtigung. Sie geben sich selbst Anerkennung.

Z.B. der 61-JĂ€hrige Francesco Santili, geb. in Italien, kam in den 1970er Jahren nach Deutschland.
Ein „Gastarbeiter“ der ersten Stunde. Er fĂ€ngt bei Null an. Ganz bei Null, mit nichts in der Hand baut er sich alles auf. In den 70ern kam das Laufen. Dann kam das Raceteam. Was fast mĂŒhelos
erscheint, ist schwere Arbeit, an sich und am Leben.


Francesco Santili was machst du beruflich? Und wie brachtest und wie bringst du Laufen und
Beruf zusammen? Gibt es hier Schwierigkeiten?
Ich bin Monteur. Daher mĂŒssen Arbeit und Sport organisiert sein: zuerst ausruhen, dann Sport bis zu 2 Stunden Training tĂ€glich.

Wann hast du deine Laufkarriere begonnen?
Ich habe begonnen, als ich nach Deutschland kam: bei Null, Laufen und Leben. Mit 28 Jahren.

Was hat dich zum Laufen gebracht?
ZunÀchst lief ich 2-3 Mal die Woche. Nach meinem ersten Vereinswechsel stockte ich das Training
auf. Ein Freund nahm mich einfach mal mit.

Wann hast du deine Topleistung abgerufen?
Ganz eindeutig im Jahr 1988. Am 24. April 1988. Hamburgmarathon in 2:25,25 Stunden. Oder bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften vom 19.-21. August 1988, 10 km in 31,50 Min. und somit den 6. Platz. 5 km in 15,39 Minuten. Der Hamburgmarathon wurde zu meiner besten Leistung jemals. Alles ohne die besondere Vorbereitung, die die Profis haben. Ein Tempolauf in der Woche, das war’s. Ich musste ja schließlich arbeiten.

Hast du noch einige Urkunden oder Àhnliches?
Ja, klar. (Ein Blick auf das Bilder zeigt die Urkunden und Francescos Stolz, den er zurecht haben
kann)

Was war deine schönsten Momente, die du beim Laufen erlebtest?
Jegliche Meisterschaft habe ich genossen. Es ist immer wieder schön, auf dem Treppchen zu landen. Bist du auch schon mal ins Ausland gefahren, um an einem Lauf teilzunehmen? Wohin?
Ja, bin ich: MĂŒnchen, Wien, Madrid, Rom oder Berlin. Es hat immer Spaß gemacht. Aber LĂ€ufe im
Sommer gibt es in der Heimat nicht – zu heiß.

Wie oft und wie viele km trainiertest du damals, wie viele heute?
Heute trainiere ich nur noch die HĂ€lfte dessen, was es noch in den 1990er war.
Vielen Dank fĂŒr das GesprĂ€ch und weiter viel Spaß am Laufen.

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