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Kristina Scheyhing

… weil man auch im Alter noch Bestzeiten laufen kann.

Jahrgang 1973, Kinder Tonka (14) und Shenja (7)
Berufe: Schauspielerin und Fachpraktikerin für Massage, Wellness und Prävention

Ich laufe seit ca. 2007. Als ich es 2008 geschafft habe, vier Runden um den Maschsee zu laufen, habe ich mich spontan für den Hannover-Marathon angemeldet und bin diesen ohne besondere Vorbereitung in 3:23 Stunden gelaufen. Ich habe dann gemerkt, dass da noch mehr möglich sein könnte und habe angefangen intensiver zu trainieren. Meinen 2. Marathon bin ich dann ein halbes Jahr später in 3:17 Stunden gelaufen.

Seit 2009 starte ich fĂĽr den TSV Kirchdorf, seit 2012 auch fĂĽr Dets Race Team.

Meine Lieblingsstrecke ist eigentlich der Marathon, weil ich es großartig finde, diese Höhen und Tiefen während des Laufs zu erleben. Es ist ein Gefühl, das mir auch Kraft gibt für mein Leben … mit Willensstärke und Ausdauer ans Ziel zu kommen …

NatĂĽrlich bedeutet eine Marathonvorbereitung auch immer einen enormen Zeitaufwand.
Im Moment trainiere ich weniger für diese lange Strecke, denn seitdem ich mich als Fachpraktikerin für Massage, Wellness und Prävention selbständig gemacht habe und dazu auch noch meinem „alten“ Beruf als Schauspielerin nachgehe, bleibt kaum Zeit für die langen Läufe und ich möchte nicht, dass das Training zu Stress wird und ich die Freude daran verliere. Außerdem möchte ich auch noch ein wenig Zeit mit meinen Kindern verbringen können.

Meistens gut gelaunt …

Im letzten Jahr (2012) habe ich dann mein Ziel erreicht, die 10 Km unter 40 Minuten zu laufen. Meine Bestzeit steht nun bei 38:50 Minuten. Das macht mich sehr glücklich, da ich diese Strecke im Grunde gar nicht gern laufe. Im Moment liegt mein Trainingsschwerpunkt in der Vorbereitung auf den Halbmarathon. Ich möchte in diesem Jahr gerne meine Bestzeit von 1:29 Stunden unterbieten.

Die größte Enttäuschung erlebte ich 2011, als ich mein Ziel, den Hannover –Marathon in 3:10 Stunden zu laufen, nicht erreichen konnte. Völlig erschöpft und dehydriert musste ich nach 22 Km aussteigen. Ich war sehr unglücklich darüber, weil ich so hart trainiert hatte. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich allerdings Endproben vor der Premiere im Theater und musste den Abend vorm Marathon im Rahmen der “langen Nacht der Theater“ bis nach Mitternacht auf der Bühne stehen.

Beim Triathlon in Limmer

Mittlerweile sehe ich diese Erfahrung als sehr wichtig für mich. Es hat mir gezeigt, dass ich trotz allem Ehrgeiz auch noch auf mich achten muss … und dass diese Niederlagen dazugehören zum Leben einer Sportlerin. Die 3:10 Stunden habe ich aber ein Jahr später (2012) in Hannover geschafft, auch wenn ich während des gesamten Laufs ein wenig die Angst im Nacken hatte, es könnte wieder so enden wie im Jahr davor.

Ich hoffe, dass ich bald wieder genug Zeit finden werde, ins Marathontraining einzusteigen. Das Gute an dieser Strecke ist ja, dass man auch mit zunehmendem Alter noch Bestzeiten laufen kann … also bleibt mir wohl noch Zeit genug.

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