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Marianne Dahl beim Swissalpine

Marianne Dahl hat schon viel erlebt, doch dieser Lauf war …

Die Ultraläuferin aus Burgwedel hat schon viele highlights erlebt, bis hin zu 100 km-Läufen oder 24-Stunden-Läufen. Doch Knieprobleme haben ihr langfristig zugesetzt. So war der „Swissalpine“ im Juli 2015 ein Versuch, der sie glücklich gemacht hat. Es ist der höchstgelegenste Bergmarathon Europas und führt durch zwei Täler und zwei Pässe, den Scarlettpass mit 2.606 m und den Sertigpass mit 2.739 m. 42,9 km Strecke, 1.450 m bergauf und 1.450 m bergab. Start und Ziel sind in Davos auf 1.535 m Höhe., Zeitlimit: 11 Stunden.

Marianne war zwei Tage vorher mit dem Zug angereist, hat am Freitag noch eine kleine Wanderung zur Schatzalp gemacht. Am Samstag kurz nach 9 Uhr ging es los. Mehrere 100 Läufer waren am Start. „Mein Plan war nur schnell zu walken und auszusteigen, wenn ich zu langsam bin (Stöcke sind nicht erlaubt)“ lautete di e Strategie. Für die ersten 13 km nach Dürrboden mit 500 Hm Anstieg benötigte sie 2:30 Std., das spornte an, denn sie hätte mehr als 3 Stunden Zeit gehabt. Die nächsten 4 km mit 600 Hm war ein sehr steiler steiniger Weg, doch mit einem herrlichem Blick auf die Berge.

Das Wetter war optimal für die Läufer, teils Sonne, teils Wolken unter 20 Grad. Auf dem Scalettpass 2.606 m angekommen, 17 km waren geschafft, kurze Trinkpause und weiter ging es. Marianne hatte ihren Trinkrucksack dabei, so dass sie jeder Zeit einen Schluck Wasser zu sich nehmen konnte. Jetzt kam der Panoramatrail am Berg entlang nach Startiv 2.520 m, danach der steilste Anstieg 2 km mit 200 Hm zum Sertigpass 2.739 m. Die Höhe bereitete einigen Läufer Schwierigkeiten, sie wurden mit dem Hubschrauber abgeholt. Aber Marianne Dahl ging es gut. Also heiße Suppe und Nudeln gegessen und schnell weiter, denn hier oben wehte ein kalter Wind. 24 km waren geschafft jetzt nur noch bergab.

Doch die nächsten 3 km waren die schlimmsten, Steine und Geröll am Berg entlang, steil hinab auf   2.204 Hm zur Chüealp. Auf der Strecke stürzten einige Läufern, aber Marianne ist gewalkt und verschont geblieben. Für die Mühen wurden die Läufer mit einem glatten Weg bis Sertig Dörfli belohnt. Hier wurde noch einmal die Zeit gemessen und mit Musik wurden die Läufer auf die letzten 10 km geschickt. Im Wald über Wurzeln und Naturwege bergauf-bergab, immer Davos entgegen.

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„Mein schnelles Walken ging hier wieder gut und so bin ich überglücklich nach 9:06:28 Std. im Ziel angekommen – zwei Stunden vor Zielschluss!“ freut sich die 72-jährige Marianne. „Nun habe ich auch diesen Bergmarathon geschafft, bei super Wetter und einmaligem Panorama. Davos war wieder eine Reise wert, mein siebter Lauf, jeder war anders mit verschiedenen Strecken.“ Marianne glaubt, ihre Zeit im Juni in Tirol war optimal als Vorbereitung für mich gewesen.

Mein Motto: „ Werden kennt kein Ende, der Strom fließt weiter, jeder Augenblick ist neu, der Schmerz des Wachsen der Mühe wert.“

Siehe auch: http://www.laufshop.de/dahl-ist-seniorensportlerin-des-jahres/

Ergebnisse: http://davos.r.mikatiming.de/2015/