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Mitte Januar einen Sonnenbrand geholt

Kultlauf in den Niederlanden – Mitte Januar inclusive Sonnenbrand

Sollten einige von Dets Friends sich im Winter nicht hinreichend zum Laufen motivieren können, auch weil ihnen ein reizvolles Ziel fehlt, denen möchte ich einen Kultlauf, den Egmond Halve Marathon, empfehlen.

Seit 34 Jahren herrscht jeweils Mitte Januar in dem kleinen Nordseebad Egmond aan Zeein der Nähe von Alkmaar/NL der Ausnahmezustand, da insgesamt fast 20.000 Halb- oder Viertelmarathonläufer an den Start gehen. Diese Masse sollte keinen abschrecken. Die Veranstaltung ist exzellent organisiert. Blockstarts nach Leistungsklassen verhindern ein Gedränge. Ich konnte z. B. mein Tempo von Anfang an  laufen. Außerdem ist der kleine Ort fürden Autoverkehr weiträumig abgesperrt und dafür in einen gut funktionierenden Pendelbusverkehr  eingebunden.

Das Besondere an dem Halbmarathon ist die Laufstrecke, die sich jeweils zu einem Drittel im Ort, am Strand und in den Dünen befindet. Das Teilstück direkt am Meer gen Süden war dieses Jahr ein „Genusslauf“: nahezu windstill, Sonne von vorn, gefühlt 15 Grad! Eine Sonnenbrille wäre hilfreich gewesen, Sonnencreme auch, denn ich habe mir sogar einen Sonnenbrand geholt – und das Mitte Januar an der Nordsee!

Meine Befürchtung, dass der Strandabschnitt schwierig zu laufen sei, erwies sich als unbegründet. Den Sand direkt am Wasser haben selbst die vielen Läufernicht weich getreten können. Auch ist es eine Legende, dass der Wind am Meer immer aus der falschen Richtung bläst. Der „Aufstieg“ in die Dünen erwies sich als einzige Herausforderung, denn man „ging“  im wahrsten Sinne des Wortes durch tiefen Sand. Der Rückweg nach Egmond durch die Dünen war wellig aber gut befestigt. Nicht nur vor dem Ziel standen zahlreiche Zuschauer. Wer es noch nicht erlebt hat, Holländer sind nicht nur Fußballfans.

Wie in den Vorjahren waren internationale Spitzenläufer am Start. Insgesamt erschien mir das Niveau beim Halbmarathon recht hoch. Mit der für mich aktuell guten Zeit von 1 Std. 49:34 Min. hat es gerade noch so für die erste Hälfte im Feld gereicht. Vielleicht gehen die „Schönwetterläufer“ im Januar gar nicht erst an den Start. Das war zumindest in diesem Jahr ein Fehler, denn wer kommt schon im Januar in unseren Breitengraden gebräunt ins Ziel!

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