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Ruhm nach 74,3 km und 4.400 Höhenmetern am Ziel

Garbsener bewÀltigt den Ultra-Cross Transvulcania

Lars Ruhm vom Garbsener SC hat sich der Langstrecke verschrieben. Der Stelinger mag Strecken vom Halbmarathon aufwĂ€rts und bewĂ€ltigt inzwischen auch mehr als die 42 Marathonkilometer. Auf der Kanareninsel La Palma finishte er den „UltramaratĂČn“ der Transvulcania.

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Lichtmalerei von von fast 2.000 Stirnlampen

Zur Vorbereitung nahm Ruhm im letzten Jahr an mehreren Gebirgsmarathons teil. Darunter auch der Transvulcania Cross-Ultra ĂŒber 43,3 km mit 2.000 Höhenmeter bergauf und 3.000 Höhenmeter bergab. Damit qualifizierte sich damit fĂŒr den Ultra-Marathon.

Profil

1.550 LĂ€ufer stehen um 6 Uhr morgens an der Startlinie am sĂŒdlichsten Zipfel der Kanareninsel. Nahezu auf Meereshöhe startet die Transvulcania, die Route schraubt sich auf engen Pfaden in die Höhe. Zwischen den LĂ€ufern und dem Ziel  liegen 74,3 Kilometer und 4.400 Höhenmeter. Tausende Stirnlampen schlĂ€ngeln sich wie ein leuchtender Lindwurm den Weg hinauf. WĂ€hrend die Top-LĂ€ufer die 2.000 Metermarke bei Sonnenaufgang erreichen, hat sich das Teilnehmerfeld weit auseinander gezogen. Die besten LĂ€ufer werden nach ca. 7 Stunden ins Ziel kommen, der letzte nach ĂŒber 16 Stunden.

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Lars Ruhm erlebt eine tolle Landschaft

Nach 25 km begrĂŒĂŸt eine jubelnde Menschenmenge die LĂ€ufer im Refugio de El Pilar. Hier endet die Halbmarathondistanz der Transculvania und die MarathonĂ€ufer beginnen hier. Die UltralĂ€ufer laufen weiter und werden jetzt schon wie Helden gefeiert.
Auf den folgenden 25 km schraubt sich die Strecke zum Roque de los Muchachos entgegen, dem höchsten Gipfel der Insel in 2.420 m Höhe. Die Wege werden wieder schmaler und fĂŒhren am Rande eines riesigen Senkkraters entlang. FĂŒr viele wird das Zeitlimit von 11 Stunden zu einer großen Herausforderung. Wer den höchsten Punkt nicht bis 17 Uhr erreicht hat, wird aus dem Rennen genommen.

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Dem Ziel entgegen
Von nun an geht es hauptsĂ€chlich bergab, denn es gilt, von ĂŒber 2.000 Höhenmetern in 18 km wieder auf Meereshöhe zu kommen. Auf schwierigem, steinigem Terrain windet sich der schmale Pfad dem Meer entgegen. Schon aus weiter Entfernung ist die aufpeitschende Stimme des Sprechers im Badeort Puerto Tazzacorte zu hören. Auf den letzten 100 Höhenmetern zum Strand verlĂ€uft der enge Weg steil und in halsbrecherischen Serpentinen direkt am Steilhang entlang. Die Menschenmenge tobt und begrĂŒĂŸt die unten Angekommenen frenetisch.
Die MarathonlĂ€ufer haben ihr Ziel erreicht, die UltralĂ€ufer mĂŒssen noch weiter. „SĂłlo cinco kilĂłmetritos“ – „Nur noch 5 Kilometerchen“ ruft der Sprecher. Er verschweigt, dass dabei noch weitere 400 Höhenmeter zu bezwingen sind.
Auch der letzte Streckenabschnitt ist sehr vielseitig: durch einen ausgetrockneten Canyon und Bananenplantagen fĂŒhrt er hoch in die grĂ¶ĂŸte Stadt La Palmas, Los Llanos. Der letzte Kilometer verlĂ€uft schnurgerade auf der Hauptstraße entlang. Bis spĂ€t in die Nacht sĂ€umen Zuschauer den Straßenrand und feiern jeden vorbeikommenden LĂ€ufer.

Lars Ruhm erreicht das Ziel nach 15:36 Stunden als 1.167. LĂ€ufer, rund zweieinhalb Stunden nach dem Sieger Luis Alberto Hernando Alzaga. Rund 200 Starter mussten das Rennen aufgeben.

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Lars strahlt schon beim Startnummerabholen

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