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Volker ist das Gesicht der „Sozialen LĂ€ufe“ Hannovers

Beginn war der Werkheim-Marathon

Gelaufen ist Volker Schepers schon immer. Schon bei den Bundesjugendspielen war die lange Strecke seine liebste Distanz. SpĂ€ter wurde er von der Joggingbewegung geprĂ€gt, die in den 1970er Jahren die aus den USA nach Europa schwappte. Vor allem der lange Crosslauf, frĂŒher schlicht Waldlauf genannt, bereitete ihm viel Freude. Aber, wie das Leben so spielt, es gab auch viele große LĂŒcken. Als seine vier Kinder jeweils klein waren, war nicht ans Laufen zu denken.

  

So haben viele Volker kennengelernt

Volker wurde 1952 in der NĂ€he von Gelsenkirchen geboren, also fast auf Schalke. Er wuchs in Salzgitter auf und lebt schon seit fast 40 Jahren in Hannover. Er war Tankwart, dann Tischler und schließlich SozialpĂ€dagoge, seit 1993 Sozialarbeiter beim Werkheim Hannover, einer Einrichtung fĂŒr Menschen in besonderen Schwierigkeiten, besonders fĂŒr Wohnungslose.

Als die Kinder dann grĂ¶ĂŸer wurden, ging es weiter mit dem Laufen. Inzwischen ist Volker Rentner und hat etwa 25 Marathons gelaufen, zwei UltralĂ€ufe ĂŒber 62 und 72 km und diverse andere kĂŒrzere Strecken.

Beim Bilbao-Marathon

Beruf trifft Hobby

Sein Hauptaugenmerk verschob sich aber mit der Zeit: Von den rein sportlichen zu den darĂŒber hinaus positiven gesundheitlichen, psychischen und sozialen Aspekten, die das Laufen mit sich bringt und fördert. So konnte er vor mehr als 10 Jahren im Rahmen seiner Arbeit im Werkheim eine Laufgruppe aufbauen, die vor allem aus  Wohnungslosen bestand.

Beim Training mit den Wohnungslosen merkte Volker jedoch, dass er mehr Trainerwissen dafĂŒr benötigt. Gesagt, getan: Er absolvierte zuerst eine Laufgruppenleiterausbildung beim Deutschen Lauftherapiezentrum in Bad Lippspringe. SpĂ€ter erwarb er die C-Lizenz Leichtathletik und die B-Lizenz Breitensport/GesundheitsprĂ€vention beim NiedersĂ€chsischen Leichtathletikverband.

   

 

So ging es weiter 

„Als wir im Werkheim begannen, selbst eine Laufveranstaltung zu organisieren, den ‚Werkheim Benefiz Marathon’, kamen wir immer mehr in Kontakt mit anderen Laufveranstaltern“, erinnert Volker sich an die nĂ€chste Stufe.

Diese hatten auch einen sozialen bzw. gesundheitlichen Hintergrund. Sie wollten Spendengelder fĂŒr soziale und gesundheitliche Projekte sammelten oder auf gesellschaftliche Probleme wie z.B. das Thema Sucht usw. aufmerksam machten. Und alle hatten die gleichen organisatorischen Probleme. „Alle wollten durch eine Laufveranstaltung etwas Positives fĂŒr die jeweilige Zielgruppe oder fĂŒr die anderen Menschen bzw. die Gesellschaft im Großraum Hannover bewirken“,

 

Antidepressionslauf 2011 und Antisuchtlauf 2011

berichtet Volker. „So war der nĂ€chste Schritt nicht weit und wir organisierten 2011 die erste ‚Welfare Laufserie’„.

Die Serie wuchs, und in der achten Auflage gehören acht Veranstalter mit acht Laufveranstaltungen und  in der Stadt Hannover im weiteren Umfeld dazu.

Stufe drei 

Mit der GrĂŒndung der Laufserie wurde es aber spĂ€ter immer wichtiger, einen organisatorischen Rahmen erst einmal fĂŒr die Laufserie zu haben. DafĂŒr wurde im FrĂŒhjahr 2017 der Verein „Welfare Freundinnen und Freunde e.V.“ gegrĂŒndet.

Der Verein hat die Aufgabe, die Welfare-Laufserie und deren Projekte zu fördern, darĂŒber hinaus den Sport noch mehr in den sozialen/gesellschaftlichen und den gesundheitlichen Zusammenhang zu stellen, den er eigentlich ja sowieso schon hat. „Wir wollen dabei den Leistungssport nicht abwerten, sondern sehen uns als eine ErgĂ€nzung im gesamten sportliche Spektrum der Gesellschaft“, erlĂ€utert Volker, der der erste Vorsitzende des Vereins ist.

 

Seit seiner Pensionierung im letzten Jahr [2017] hat Volker wieder mehr Muße fĂŒr sein Lieblingshobby. FĂŒr 2018 stehen die acht LĂ€ufe der Welfare-Laufserie auf seinem Zettel, darĂŒnter natĂŒrlich der Werkheim Lauf am 31. August und der Welfare-Lauf am 19. September.

Mehr Informationen: Alles ĂŒber die Welfare-Laufserie hier, ĂŒber den 11. Werkheim-Benefiz-Lauf am 31.8.2018 und ĂŒber den Verein „Welfare Freundinnen und Freunde e.V.