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Walking – die richtige Technik

Michael Schneider zeigt Ihnen die sauberen BewegungsablÀufe.

Jeden Monat gibt es bei Dets eine praktische Übung fĂŒr Nordic Walker. FĂŒr die Walker wollen wir jetzt auch mehr tun. Dieses Mal zeigen wir die grundlegende Walking-Technik, denn nur so können alle Vorteile dieser Sportart entfaltet werden: schonendes Training vieler Muskelpartien (man spricht auch von „Ganzkörpertraining“), mehr Gelenkigkeit und ein angepasstes Herz-Kreislauftraining.

Aufrechter Gang

Walking ist ĂŒberall, auch im Urlaub und auch bei Schnee und Eis möglich (siehe unsere Übung „Walking im Winter“). Zur AusrĂŒstung: Wichtig ist erst einmal nur ein Paar Walkingschuhe, damit Ihr Fuß wirklich abrollt. Wer Spaß am Walken findet, findet schnell heraus, was er/sie an Bekleidung, Socken, Pulsuhr, Sonnenbrille, Cap, Trinkflaschen und anderem Schönen mehr benötigt. Power- oder Sportwalking/ Sportgehen kann ĂŒbrigens bis zum Leistungssport betrieben werden und erfordert dann ein spezielles und intensives Training.

Blick nach vorn

Walking ist schlicht gesagt, schnelles, sportliches Gehen. Walking kann gemĂŒtlich oder flott, meditativ und entspannend, mit Power oder mit SportgerĂ€ten durchgefĂŒhrt werden. Kennzeichen ist ein raumgreifendes aktives Abrollen ĂŒber den ganzen Fuß mit einem krĂ€ftigen Abdruck der Zehen. Walkerinnen und Walker gehen etwas schneller als normal, sie gehen locker und unverkrampft. Die Fußspitze wird zuerst nach oben gezogen, dann der Fuß mit der Ferse aufgesetzt und der ganze Fuß aktiv von der Ferse bis zur Zehenspitze abgerollt.

Zehenspitzen anziehen

Der Körper wird beim Walken aufrecht gehalten und der Brustkorb leicht angehoben. Der Blick prĂŒft auch den Boden, ist aber klar nach vorne gerichtet.

Lange, aber nicht zu lange Schritte

Der Armschwung wird aktiv ausgefĂŒhrt – vergleichbar mit dem Armschwung bei einem Sprintstart der LĂ€ufer. Walker halten die Arme leicht angewinkelt und schwingen sie seitlich neben dem Körper. Ein Überkreuzen vor dem Körper wird vermieden, da das die VorwĂ€rts-richtung bremst. Vielmehr werden die Ellenbogen krĂ€ftig nach hinten geschwungen.

Die Ellenbogen bringen den Schwung

Dieser Impuls beschleunigt und verstĂ€rkt den Fußabdruck = Tempoaufbau, und so wird auch der SchultergĂŒrtel gekrĂ€ftigt und beweglicher.

    

Die Arme schwingen seitlich des Körpers, bleiben locker

Die Arme schwingen diagonal zueinander, also rechter Arm mit linkem Fuß und linker Arm mit rechtem Fuß. Die HĂ€nde werden locker gehalten. Wenn man eine Trink- oder sonstige Pause einlegt, kann man die Arme auch etwas ausschĂŒtteln.

Walker atmen ruhig ein und aus. Tempo und Trainingseffekt werden gesteigert, wenn die rĂŒckseitige Oberschenkelmuskulatur aktiv eingesetzt wird, um den Körper nach vorne zu schieben. Mit dem gesteigerten Tempo nimmt auch die Beckenrotation zu:

Damit werden weitere Muskelgruppen aktiviert und gekrÀftigt.

Eine Walking-Einheit sollte mindestens 30 bis 40 Minuten dauern. Sie sollten versuchen, wenigstens drei- bis viermal pro Woche zu trainieren. Je besser Sie die Technik umsetzen und nutzen wollen, desto eher sollten Sie einen Kursus oder ein Kompaktcoaching in Anspruch nehmen.

Wie beim Nordic Walking kann auch nach einiger Zeit eine Auffrisch-Einheit helfen, die Technik korrekt zu beherrschen und interessante Variationen kennen zu lernen.

Übungen fĂŒr Nordic Walker, fĂŒr ambitionierte Nordic Walker und fĂŒr Walker finden Sie auf unserer Homepage www.laufshop.de. Wir empfehlen wir schöne Laufstrecken, Walking Parks, -treffs und –wettkĂ€mpfe, die auch Walkern und Walkerinnen Abwechselung bringen können.

Fragen an Dipl.-Sportlehrer Michael Schneider bitte an Tel. (0511) 56 36 771, Fax (0511) 56 36 772 oder Mobil (0177) 75 39 731, oder eMail gesundheit-schneider@t-online.de. Michael Schneider ist 7-facher Welt- und Europameister im Sportgehen (M40). Er unterrichtet Einzelne und Gruppen in Walken, Laufen, Nordic Walken.

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